München, 20. Oktober 2015. Deutsche Unternehmen investieren kräftig in Collaboration-Anwendungen und interessieren sich dabei auch immer mehr für Cloud Services. Von einer effizienten und effektiven Zusammenarbeit sind sie aber noch weit entfernt – mit spürbar negativen Folgen. Einen Blick auf die aktuelle Situation wirft die PAC-Studie „Virtuelle Zusammenarbeit in deutschen Unternehmen – Relevanz, Herausforderung, Lösungsstrategien“.

Zusammenarbeit ist immer wichtigerer Erfolgs- und Kostenfaktor

Mehr als zwei Drittel der von PAC befragten Führungskräfte in kleinen, mittleren und großen deutschen Unternehmen berichten von einer zunehmenden Bedeutung der Zusammenarbeit für den Geschäftserfolg. Gleichzeitig entwickelt sich die Teamarbeit auch zu einem bedeutsamen Kostenfaktor. Etwa ein Drittel ihrer Arbeitszeit verbringen Mitarbeiter heute durchschnittlich mit Kommunikation und Zusammenarbeit – Tendenz steigend. Dabei findet der Austausch immer häufiger in „virtueller“ Form – mobil sowie über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen – statt.

Unbefriedigende Rahmenbedingungen mit spürbaren Folgen

„Die Zusammenarbeit muss deutlich mehr Beachtung finden – bei der Prozessoptimierung und Organisationsgestaltung genauso wie bei der Konzeption von Steuerungssystemen“, fordert daher Dr. Andreas Stiehler, Principal Analyst bei PAC und Autor der Studie. Aus Sicht der befragten Führungskräfte ließe sich im Durchschnitt knapp ein Fünftel der Zeit für Austausch und Kommunikation sparen, wenn die Zusammenarbeit technisch und organisatorisch optimal unterstützt würde. Doch knapp die Hälfte der Befragten bewertet die technischen, organisatorischen und kulturellen Rahmenbedingungen bislang allenfalls als „mittelmäßig“.

Die Führungskräfte bemängeln insbesondere die unzureichende Integration und Mobilität der Anwendungen sowie eine Organisation, die eine effektive Nutzung von Collaboration-Technologien eher behindert als fördert. Mit spürbaren Folgen: Mehr als zwei Drittel der Manager registrieren zunehmend frustrierte Mitarbeiter und knapp die Hälfte steigende Burn-out-Risiken. Zudem berichten 30 bis 50 Prozent der Führungskräfte von bereits erkennbaren negativen Folgen für die Produktivität, Innovationsfähigkeit und den Kundenservice.

Investitionsbereitschaft und hohe Akzeptanz von Cloud Services

Dabei sind viele Unternehmen durchaus bereit, in moderne Technologien zur Unterstützung der Zusammenarbeit zu investieren. In jedem zweiten Fachbereich sind beispielsweise Filesharing-Anwendungen (56 Prozent) und Web- & Videokonferenzen (47 Prozent) im Einsatz. Deren Verbreitung dürfte laut Befragung in den nächsten Monaten sogar noch einmal deutlich zunehmen – mit einem zu erwartenden Wachstum der installierten Basis um mehr als 20 Prozent.

Zudem geben immer mehr Unternehmen ihre Zurückhaltung gegenüber der Nutzung von Cloud-Diensten auf. Bereits heute sind laut Studie beispielsweise etwa jede dritte Webkonferenz-Lösung und etwa jedes vierte Filesharing-System Cloud-basiert. Kurz- bis mittelfristig werden hier Wachstumsraten im oberen zweistelligen Bereich erwartet.

Gesamtlösung statt Anwendungszoo

Um eine effektive Zusammenarbeit zu gewährleisten, muss jedoch aus der Vielzahl der eingesetzten Tools und Services eine integrierte Gesamtlösung geschaffen werden. Bislang ist dies noch nicht einmal in jedem vierten Unternehmen der Fall. Die Nutzung der Technologien sollte zudem durch eine geeignete Performancesteuerung unterstützt, vom Management gefördert und durch einen unbürokratischen Technologiezugang vereinfacht werden. Diese organisatorischen Voraussetzungen sind laut Aussage der Führungskräfte heute aber bei etwa 40 Prozent der Unternehmen nicht gegeben.

Häufig strategische Entscheidungen, bei denen aber Fachbereiche außen vor bleiben

Positiv bewertet PAC, dass in mehr als der Hälfte der Unternehmen Investitionsentscheidungen im Collaboration-Umfeld langfristig und strategisch getroffen werden und knapp ein Drittel hierfür eine unternehmensweite Strategie nutzt. Umgekehrt treffen aber weiterhin mehr als 40 Prozent der Unternehmen ihre Entscheidungen „ad hoc“, also ohne dass dies auf eine integrierte Gesamtlösung abzielt. Zudem werden in mehr als der Hälfte der Unternehmen die involvierten Fachbereiche nicht mit in die Entscheidungsprozesse einbezogen.

„Der Aufbruch beim Thema Zusammenarbeit ist unverkennbar“, resümiert Dr. Stiehler. „Er geht aber einher mit neuen technischen und organisatorischen Herausforderungen. Um diese erfolgreich zu adressieren, müssen Unternehmen neue Wege beschreiten – sowohl bei Design und Bereitstellung der technischen Lösungen als auch bei Organisation und Führung“.

Über die Studie

Für die Studie „Zusammenarbeit in virtuellen Teams in deutschen Unternehmen – Relevanz, Herausforderungen, Lösungsstrategien“ wurden über 150 Führungskräfte aus kleinen, mittleren und große Unternehmen in Deutschland befragt. Die Studie wurde unterstützt von Damovo und Telekom Deutschland als Goldsponsoren sowie von Citrix, COSYNUS und Interactive Intelligence als Silbersponsoren.

Die Infografik zur Studie sowie die Möglichkeit zum kostenlosen Download der Studie finden Sie unter:
https://www.sitsi.com/trendstudie-zusammenarbeit-virtueller-teams-deutschen-unternehmen

 


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